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Zweitveröffentlichung

Auch wenn Ihr wissenschaftlicher Beitrag bereits von einem Verlag veröffentlicht wurde, gibt es die Möglichkeit der Zweitveröffentlichung Ihrer Publikation auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium. Etabliert hat sich diese Möglichkeit insbesondere für Zeitschriftenartikel, aber auch für Bücher besteht grundsätzlich die Möglichkeit zur Zweitveröffentlichung. Die Zweitveröffentlichung kann zeitlich vor, mit oder nach der Erstveröffentlichung stattfinden und ist abhängig von der Open-Access-Richtlinie des entsprechenden Verlages.

In Deutschland gewährt das Zweitveröffentlichungsrecht auch unabhängig von Verlagsvereinbarungen eine Zweitveröffentlichung. Alle Artikel können unter bestimmten Bedingungen (z.B. öffentlich geförderte Forschung, 12 Monate Frist, Manuskriptversion) open access veröffentlicht werden.

Möchten Forschende von diesen Bedingungen abweichen, beispielsweise wenn sie die Verlagsversion verwenden möchten oder ein Buch zweitveröffentlichen möchten, müssen die Vertragsbedingungen genauer geprüft werden.

Ausschlaggebend ist dabei, ob dem Verlag der Erstveröffentlichung ein ausschließliches oder ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt wurde. Im letzteren Fall ist die Zweitveröffentlichung uneingeschränkt möglich. Sollten Sie dem Verlag ausschließliche Nutzungsrechte übertragen haben, ist eine Zweitveröffentlichung nicht möglich ohne ausdrückliche Zustimmung des Verlags. Welche Nutzungsrechte Sie dem Verlag übertragen haben, entnehmen Sie dem Verlagsvertrag.

Vor Unterzeichnung des Verlagsvertrags lohnt es sich also gegebenenfalls mit dem Verlag zu verhandeln, um lediglich einfache Nutzungsrechte zu übertragen. Sie können dem Verlagsvertrag den SPARC-Autor*innenzusatz hinzufügen. Dieser ist ein Rechtsinstrument, das den Verlagsvertrag abändert und es Ihnen ermöglicht, wichtige Rechte an Ihren Artikeln zu behalten.

Mithilfe der Datenbank Sherpa Romeo, die die Open-Access-Richtlinien von Zeitschriftenverlagen aus der ganzen Welt zusammenfasst, können Sie die Urheberrechts- und Open-Access-Archivierungsrichtlinien bezüglich Embargofristen und Manuskriptversion für jede einzelne Zeitschrift recherchieren.

Repositorien der Einrichtungen der Berlin University Alliance

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin: nutzt das Repositorium der Freien Universität Berlin (Refubium)
  • Freie Universität Berlin: Refubium
  • Humboldt-Universität zu Berlin: edoc-Server
  • Technische Universität Berlin: DepositOnce

Darüber hinaus können Sie geeignete Repositorien über die Suchwerkzeuge OpenDOAR und ROAR finden.

Zum Thema Zweitveröffentlichung und Ihren Publikationsoptionen beraten wir Sie gern!

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